Tagesklinik #Tag 4

Alles anders – soweit ich das schon beurteilen kann … obwohl … nicht ganz … auch hier ist das Essen wirklich schlecht.

Na ja … es ist schon ein Unterschied, ob man sich während eines stationären Aufenthalts in sein Zimmer zurückziehen kann oder quasi immer in der Gruppe ist. Mir fehlen kleinere Rückzugsräume … also mit Sofa … was halbwegs Gemütliches. Klar, ich könnte in der Zwischenzeit auch spazieren gehen … aber da es meine Heimatstadt ist, kann ich wohl behaupten, fast jeden Grashalm zu kennen.

Die Ergotherapie ist eigentlich eine Kunsttherapie – mir fehlen jetzt Erfahrungswerte, ob das üblich ist.

Die vermeintlichen Kunstwerke werden nicht analysiert … aber Adlerauge sei wachsam – das Bild, das ich in meine Mappe gelegt habe … wurde natürlich direkt inspiziert. 😂

Die didaktische oder methodische Art und Weise, wie die Gruppen moderiert werden, ist nicht meins. Ich fühle mich nicht unwohl und habe die größte Hochachtung vor denjenigen, die ihre Themen einbringen … aber es fühlt sich für mich etwas zu wenig inhaltlich und strukturiert an.

„Nein“ zu sagen und das zu üben, ohne inhaltlich aufzubrechen (ich meine nicht therapeutisch), warum es so schwierig ist, gehört für mich dazu. Eine Gruppenübung mit Menschen, zu denen man eher in weniger Beziehung steht, und eine „ausgedachte Bitte“ zu formulieren … ist mir zu dünn.

Ich weiß nicht, warum ich heute so kritisch bin … vielleicht die Sorge, dass es für mich nicht das Richtige ist!?

Es ist erst Tag 4 … und meine erste komplette Woche …