Kennt ihr den Moment,

wenn Stille

ein Geräusch wird?

Dieses undefinierbare Rauschen.

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Obwohl…

eigentlich ist es gar kein Rauschen.

Es ist eher so wie bei den Menschen,

die behaupten,

sie könnten riechen,

wann es anfängt zu schneien.

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Zu meiner Kindheit

hätte ich ihnen das sogar geglaubt.

Die Chancen standen schließlich nicht schlecht.

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Zu beiden Kategorien

gehöre ich übrigens.

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Mit dem Schnee

komme ich im Gespräch noch ganz gut durch.

Beim Rauschen

steigen die meisten aus.

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Ich glaube zwar nicht,

dass ich sofort

in die Esoterik-Ecke geschoben werde…

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…aber ausschließen

möchte ich es auch nicht.

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Wenn ich dieser Stille zuhöre,

bekommt sie Stimmen.

Gesichter.

Situationen.

Stimmungen.

Ein kompletter Film.

Kopfkino

in Dolby Surround.

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Der Haken ist nur:

Ich werde nie gefragt,

ob ich den überhaupt sehen möchte.

Oder

für welchen Film

ich mich heute entscheiden würde.

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Mir würden durchaus

ein paar angenehmere einfallen.

Die kosten allerdings meistens Geld.

Oder sind irgendwo im Internet zu finden.

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Natürlich

mit den ersten

30 Tagen kostenlos.

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Diese Stille

ist laut.

Und bunt.

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Sie läuft eigentlich

den ganzen Tag.

Ich nehme sie nur wahr,

wenn ich allein bin.

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Also…

physisch.

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Emotional

bin ich eher

ein Eremit.

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Mein Haustier,

eine Krake…

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…aber das ist

eine andere Geschichte.

Falls ich wiederkommen darf.

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Zurück zum Sender.

Oder besser:

zur Frequenz.

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Für alle,

die kein Radio mehr kennen:

Das war früher

unser Algorithmus.

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Ich würde den Sender

gerne wechseln.

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Denn bisher

lief dort

eine erstaunlich lange Staffel

mit immer demselben Ende.

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Arbeitstitel:

„Straße des Versagens“.

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Nein.

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Das ist kein Selbstmitleid.

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Das ist…

eine Erkenntnis.

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Nach acht Wochen

Vollpension.