Entlang meiner Wange fließt ein Regentropfen und hinterläßt eine kurze Kälte, bis er sich schließlich in meinem Bart verfängt. Unwillkürlich ziehe ich meine Schultern ein wenig höher und ducke meinen Kopf ein wenig mehr. Die schwere nasse Hose klebt an meinen Beinen, während ich weiter auf dem Deich entlang gehe.

Entlang des Weges zeichnen sich schemenhaft Erinnerungen einer vergangenen Zeit, um dann im Regen zu verklären. Unwillkürlich fokussiere ich meinen Blick um das weniger werdende deutlicher zu sehen; länger zu sehen. Die schweren dunklen Gedanken kleben an meiner Seele, während ich weiter meinen Blick schweifen lasse.

Entlang der Uferlinie wiegt sich das Schilf im Wind und entlässt das Rascheln des welken Blattwerks in die Weite. Unwillkürlich bleibe ich stehen und lausche dem Rauschen, wie es vom Wind hinweggetragen wird. Die schweren Gedanken entlasse ich mit dem Wind, schließe meine Augen und tränke den Regen mit meinen Tränen.