Grenzen

Wenn die Überschrift „Grenzen“ lautet, fällt es mir schwer, einen Beitrag ohne meine Gedanken dazu zu veröffentlichen. Ich werde Gefahr laufen, mich in einem Pseudo-Philosphischen Text zu verlieren…aber so ist es halt nun mal mit den eigenen Gedanken; entweder werden sie geteilt oder es bestehen andere Ansichten dazu. Am Anfang darf man zwischen natürlichen und künstlichen Grenzen unterscheiden. Eine natürlich (durch Zufall entstanden) ist zum Beispiel unsere Atmosphäre, die uns vor „schädlichen“ Einflüssen aus dem All schützt – damit wir (hier sind jetzt alle Lebewesen auf unserer Erde gemeint) uns entwickeln können. Über Ausrottung, Sterben und Eingrenzen möchte ich erstmal nichts sagen. Dann gibt es künstliche Grenzen, oder auch gewollte. Auch diese sollen uns vor „schädlichen“ Einflüssen von außen schützen. Auch der Begriff „schädlich“ gilt es zu hinterfragen. Was ist schädlich? Aber Grenzen haben auch die Funktion, sich (also den Körper und seinen Geist) in einem zunächst vorgegeben Rahmen (gerne führe ich die Erziehung an; Eltern geben Kindern ihrem Alter entsprechend Grenzen) zu entwickeln und an seine Grenzen zu kommen. Je weiter diese Entwicklung nun voranschreitet, um so mehr werden sich Grenzen dehnen und weiten. Grenzen haben keine bestimmte Form und sind unter Umständen etwas höchst persönliches. Dann aber gibt es vorgegeben Grenzen, hier funktioniert sicher gut das Beispiel der ehemaligen Teilung Deutschlands. Eine Grenzen, um sich vor dem staatlichen Gedankengut des jeweils anderen zu schützen. Aber auch diese Grenze ist haptisch nicht mehr wahrzunehmen; wobei sie weiterhin im Geiste einiger Menschen existiert. Grenzen bieten Schutz; aber sie können auch verhindern, dass Ängste vor Unbekannten abgebaut werden. Grenzen können aber auch Orientierung und Sicherheit geben, hier wäre der Straßenverkehr ein schönes Beispiel; Markierungen und Schilder grenzen unsere Bewegung in einem klar abgestimmten Bereich ein. Wofür? Um andere und sich selbst nicht zu gefährden. Grenzen regeln also auch unser tägliches Miteinander. So stellt eine Haustür eine klare Grenze dar, die ohne meine (oder auch eure) nicht geöffnet, beziehungsweise die Schwelle dieser Tür nicht überschritten werden darf. Die eigenen vier Wände sind eine Grenze, ein Schutzraum. Schutz vor den äußeren Einflüssen oder auch zur eigenen Entfaltung…Lesen, Ausruhen, Nachdenken oder gerne auch „Nackt durch die Wohnung rennen“.

Man hätte sich sicher auch anders und „tiefgründiger“ dem Thema Grenzen annähern können. Aber Mauern, Straßenmarkierungen, Farben und Wege sind so alltäglich, dass sie womöglich gar nicht mehr als Grenze oder Begrenzung gesehen werden.

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